Eine süße Idee war es, die zwei Freunde aus dem Münsterland vor sieben Jahren hatten. Im Internet gab es Zigarrenklubs, deren Mitglieder monatlich eine neue Sorte zum Kennenlernen zugeschickt bekamen. „Warum das nicht auch mit Pralinen machen?“, fragten sich Frank Große-Vehne und Klaus Passerschröer, die zu der Zeit beide die Nase voll von ihren Jobs hatten. Und: Die beiden mochten Pralinen.
Pralinenversand vom heimischen Dachboden
Was zunächst für eine interessante Idee klang, nahm alsbald konkrete Formen an. Das Duo startete tatsächlich einen Pralinenversand vom heimischen Dachboden aus. Klaus Passerschröer hängte seinen Job als Softwarespezialist an den Nagel, und Große-Vehne gab seinen Elektrobetrieb auf. „Das war schon ziemlich gewagt“, sagt Große-Vehne rückblickend. Sein Steuerberater jedenfalls erklärte ihn für verrückt – völlig zu Unrecht, wie der mutige Unternehmer bald beweisen sollte.
Heute beschäftigt der Pralinenclub neun feste Mitarbeiter und bis zu 60 Saisonkräfte. Im Schnitt verlassen jeden Monat 10.000 süße Sendungen den Firmensitz im beschaulichen Städtchen Rhede im westlichen Münsterland. Wer sich beim Pralinenclub eindeckt, bekommt nicht irgendwelche Pralinen. Er soll die besten erhalten, die man hierzulande genießen kann. Deshalb bestücken Deutschlands führende Chocolatiers den Pralinenclub mit ihren Kreationen. „Pralinen aus Belgien oder der Schweiz sind mächtig und schwer, die aus deutscher Herstellung dagegen filigraner“, erklärt Große-Vehne, „deshalb konzentrieren wir uns auf heimische Produkte."
Naschereien per Maxibrief
Jeden Monat gibt es im Abonnement eine neue Kollektion. Das Pralinenpäckchen, das kostengünstig als Maxibrief verschickt wird, kostet Kunden 19,90 Euro, darin sind 30 feinste Frischpralinen in 15 verschiedenen Sorten. Die Kommunikation ist zudem dialogorientiert: Per beiliegenden Bewertungsbogen kann der Kunde die Köstlichkeiten benoten. Die Praline mit der höchsten Punktzahl wird zur Praline des Monats gekürt. Im Januar zum Beispiel siegte Pâtissier Bernd Bücker aus Iserlohn mit seiner „Nussini“, einem Nussnougat mit kleinen Nussstücken und zwei karamellisierten Nüssen in Vollmilchschokolade.
Praline des Monats
Besonderen Wert legt man beim Pralinenclub auf beste natürliche Zutaten. „Unsere Pralinen sind frei von künstlichen Aromen und Inhaltsstoffen wie Vanillin und Konservierungsmitteln“, betont Frank Große-Vehne. Genauso wichtig ist Frische. Deshalb wird das Naschwerk zu einem festen Termin tagesfrisch gefertigt und kommt dann per Express zum Pralinenclub. Parallel zum Abo haben die „Pralinen-Liebhaber“ (so steht es auf ihrer Visitenkarte) auf ihrer Website einen Shop für Einzelbestellungen eingerichtet. Dort sind neben Pralinen auch andere hochwertige Leckereien zu erwerben – Schokoladentafeln, Trinkschokoladen, ja sogar Bierfläschchen oder ein Fußballschuh aus handgeschöpfter Schokolade.




