Zielgruppengenaue Geo-Planung:
Mittels der am Markt verfügbaren Geodaten können Werbungtreibende die Zielgruppen in bestimmten Regionen und kleinräumigen Gebieten lokalisieren. So erfahren Anbieter etwa, wo besonders gute Chancen zum Verkauf von Premiumfahrzeugen bestehen oder welcher Standort einer Filiale mit hoher Passantenfrequenz rechnen kann. Regionale Marktdaten enthalten Aussagen auf Basis statistisch errechneter Wahrscheinlichkeiten zur Kaufkraft, zeigen Umsätze des Handels vor Ort oder decken auf, welches Absatzpotenzial ein Angebot hat.
Um in zielgerichteten Dialog mit regionalen Kunden treten zu können, arbeiten Planer beim Geomarketing mit digitalen Landkarten, die neben Grenzen und Postleitzahlgebieten auch Unternehmens- oder Potenzialdaten beispielsweise zur Kaufkraft abbilden. Database-Manager können die eigenen Kundendaten über eine in den Karten hinterlegte Schlüsselnummer verknüpfen und auf diese Weise regionale Zielgruppenpotenziale für den Kundendialog erkennen. Zur Visualisierung der Daten greifen Dialogmarketer zumeist auf eine Geomarketingsoftware zurück, die relevante Aspekte wie Zielgruppenpotenziale oder Vertriebsgebiete bewertet, idealerweise in Anbindung an das unternehmenseigene CRM-System.
Kartenbeispiel Kaufkraftindex 2009:
Weitere Daten der GfK Geomarketing zum Kaufkraftindex 2009 bekommen Sie hier als ZIP-Datei.
Regional angepasster Kommunikationsmix:
Die Schwenninger BKK versichert in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen rund 250.000 Kunden. Um im zunehmenden Wettbewerb noch gezielter kommunizieren zu können, setzte die Krankenkasse auf mikrogeografische Kundensegmentierung und eine gebietsspezifisch ausgerichtete Kommunikationsstrategie.
Der Geomarketingdienstleister Infas Geodaten clusterte hier nach soziodemografischen Merkmalen wie zum Beispiel Familien mit Kindern. Auch lebensstilistische Aspekte fanden Berücksichtigung, etwa innovative Aufsteiger, hohe Fitness- und Wellnessaffinität. Darüber hinaus wurden die Daten auch nach Wohngegenden segmentiert – etwa nach Gebieten mit neuen Einfamilien- und Reihenhäusern mit Garten.
Den bei der Krankenkasse vorliegenden Kundendaten wie zur Tarifart, zu Deckungsbeiträgen oder zur Kontakthäufigkeit wurden nach einer genauen Analyse externe mikrogeografische Daten auf Hausebene zugespielt. Dazu gehörten unter anderem Aussagen zur Gebäudebewertung oder zum spezifischen Umfeld der Zielgruppen – sowie Wahrscheinlichkeitsaussagen zu Familienstrukturen oder Kaufkraft in dem Gebiet.








