Unternehmerisches Umweltbewusstsein ist längst kein Trend mehr, der nur ein kleines Segment der ökologisch Affinen anspricht. Mittlerweile erwartet die überwiegende Mehrheit der Konsumenten, dass vor allem Lebensmittel oder Textilien schadstofffrei und umweltverträglich hergestellt sind. Damit wird Nachhaltigkeit für Unternehmen zu einem Faktor, der unmittelbar auf die Wertigkeit ihrer Produkte, auf die Werte ihrer Marken und das Erreichen der Unternehmensziele einzahlt.
Wer mit Green Marketing für Kundenvertrauen und Kundenbindung sorgen will, muss sein Engagement allerdings ernst nehmen. Dazu gehört auch ein strategischer, also langfristig wirksamer Ansatz, der ganzheitlich und nachhaltig ausgelegt ist. Dass es sich beim "grünen" Bedarf der Kunden keineswegs um eine kurzfristige Modeerscheinung handelt, bestätigt Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative e.V., der eine weiter steigende Nachfrage nach ökologisch und sozial verträglichen Angeboten sieht.
Studien belegen Bedarf an umweltgerechtem Unternehmertum
Diese steigende Nachfrage der Konsumenten nach umweltfreundlichen Produkten ist es also, die Unternehmen zu klimafreundlichem Handeln bewegt. Laut der Studie „Green Brands 4.0“ des internationalen Unternehmens für Beratung und Marktforschung Penn, Schoen & Berland Associates spielt für 77 Prozent der Befragten die Umweltorientierung von Unternehmen eine wachsende Rolle bei Entscheidungen für den Produktkauf. Schließlich, so die Studie, beeinflusst ethisches Unternehmertum das Markenimage und bindet das Verbrauchervertrauen. In Deutschland sind sogar neun von zehn Erwachsenen an „ethischem“ Konsum interessiert, so der „TrendReport Grün“ des TV-Vermarkters SevenOne Media.
Green Marketing ist ein Thema, das nahezu alle Branchen angeht: vom Autohersteller, der neue Antriebstechnologien entwickelt, bis zum Versandhändler, der sowohl die Kommunikation mit den Kunden wie auch die Auslieferung der bestellten Waren umweltfreundlich gestaltet. Gerade in Branchen wie Handel, schnell drehende Konsumgüter oder Textil erkennen immer mehr Anbieter die Notwendigkeit, sich „grün“ zu positionieren.
Verantwortung ganzheitlich kommunizieren
Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört in der Wahrnehmung der Konsumenten jedoch nicht nur die Umweltfreundlichkeit der Produkte. Corporate Social Responsibility (CSR) heißt das Schlagwort, mit dem Aspekte wie der sozial verträgliche Umgang mit Mitarbeitern, der verantwortungsvolle Blick auf die Langfristigkeit von Arbeitsplätzen oder die Förderung regionalgesellschaftlicher Belange beschrieben werden.
Dass derartiges Engagement von den Konsumenten honoriert wird, ist in den Führungsetagen angekommen. So sagen 86 Prozent der Firmenlenker, dass ökologische und soziale Aspekte Einfluss auf ihre Unternehmensstrategie haben, so die Erkenntnisse einer Befragung der Managementberatung Brands & Values bei großen europäischen Unternehmen. 90 Prozent nehmen die Diskussion um den globalen Klimawandel als Chance für ihr Unternehmen wahr, den Kunden entsprechend nachhaltige Angebote zu machen.
Von diesem Trend profitieren traditionelle Markenartikler wie beispielsweise Miele. Hier besetzt das Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit nicht nur durch den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei der Produktion, durch den sparsamen Verbrauch oder die sprichwörtliche Langlebigkeit der Haushaltgeräte. Miele strebt auch hohe Sozialstandards an, intern wie auch bei der Auswahl der Lieferanten.
Einen Wertbeitrag zur Gesellschaft zu leisten, gehört auch für Henkel zur Firmentradition. Im Fokus stehen dabei insbesondere Energie und Klima, Wasser und Abwasser, Gesundheit und Sicherheit, Materialien und Abfall sowie gesellschaftlich-sozialer Fortschritt. „Zu unserem Selbstverständnis gehört es, dass jedes neue Produkt in mindestens einem unserer fünf Fokusfelder einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet“, so der kommunizierte Anspruch des Unternehmens.







