In den Umweltstrategien der Unternehmen spielt der Papierverbrauch meist eine eher untergeordnete Rolle. Das Gros der CO2-Emissionen entsteht an anderer Stelle, etwa bei Heizung und Strom oder bei Geschäftsreisen. Während die Allianz-Manager in ihrem Nachhaltigkeitsbericht 2007 einräumen, der Anteil an recyceltem Papier sei mit gut zehn Prozent immer noch gering, sind andere Unternehmen auf diesem Gebiet schon ein gutes Stück weiter.
Wenigstens Recyclingpapier verwenden
Dass Unternehmen möglichst wenig Papier verbrauchen, sähen natürlich auch Umweltverbände wie Greenpeace lieber. Wo sich der Papierkonsum aber nicht vermeiden lasse, so die Forderung, solle zumindest Recyclingpapier eingesetzt werden – und keinesfalls Papier, das aus fragwürdigen Quellen stammt. Die Weleda AG (www.weleda.de) in Schwäbisch Gmünd verwendet fast durchgängig Recyclingware. Das betrifft die Kundenpost wie die viermal pro Jahr verschickten Weleda-Nachrichten genauso wie die zweimal jährlich erscheinende Weleda-Kinderwelt, die beide seit Kurzem auch CO2-neutral versendet werden.
Digitalversand: Drucken oder nicht drucken?
Entgegen gängiger Vorstellungen verbessert die digitale Kommunikation über das Internet die CO2-Bilanz nur wenig. Eine Studie des Freiburger Öko-Instituts (www.oeko.de) belegt zwar: Unternehmen, die beispielsweise Rechnungen online verschicken, sparen Kosten und schonen die Umwelt. Allerdings nur dann, wenn der Kunde die Rechnung nicht ausdruckt. Das verhindert Weleda bei seinen Informationsheften: Die Kunden können die Firmennachrichten nur online anschauen und durchblättern, aber nicht ausdrucken.





